Biographie

1935

Tamara Bunkes deutsch-jüdischer Vater und ihre russischstämmige Mutter fliehen aus Nazideutschland nach Buenos Aires, Argentinien

1937

am 19. November wird Haydée Tamara Bunke geboren. Sie wächst im peronistischen Argentinien auf

1952

Tamaras Eltern kehren mit ihr und ihrem Bruder nach Deutschland zurück – um in der DDR beim Aufbau des Sozialismus zu helfen

1953

Tamara besucht die Erweiterte Oberschule “Clara Zetkin” in Stalinstadt. Sie wird Mitglied der Freien Deutschen Jugend. In der Gesellschaft für Sport und Technik lernt sie Schießen

1958

Als Studentin tritt Tamara der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands bei. Sie plant, nach Lateinamerika zurückzukehren und gründet eine lateinamerikanische Studentengruppe in Berlin

1960

Tamara ist begeistert von der kubanischen Revolution und arbeitet als Dolmetscherin für kubanische Delegationen in Berlin und Leipzig. Dabei lernt sie Che Guevara kennen, die wichtigste Begegnung ihres Lebens und der Beginn einer langen Freundschaft

1961

Tamara verlässt die DDR für Kuba, wo sie als Dolmetscherin am Institut für Völkerfreundschaft ICAP arbeitet, neben vielen anderen Institutionen. Mit Che Guevara absolviert sie freiwillige Arbeitseinsätze

1962

Tamara wird Agentin des kubanischen Geheimdienstes und erhält von Che den Auftrag, sich auf eine Mission in Bolivien vorzubereiten. Sie erhält den Decknamen Tania

1964

Nach einigen Reisen unter fremder Identität lässt sich Tamara als “Laura Gutierrez Bauer” in La Paz, Bolivien nieder

1966

Agentin Tania hat Zugang zu höchsten bolivianischen Regierungskreisen gefunden und arbeitet im Informationsministerium. Sie bereit das Stadtnetz er Guerilla vor und empfängt Che, der im November mit den ersten Kämpfern einreist

1967

Tania führt zwei ausländische Helfer zu Ches Basislager nahe Camiri, Bolivien. Zeitgleich verraten zwei Deserteure Details über Che Guevaras Pläne und Tanias Identität an das bolivianische Militär. Tania muss bei der Gruppe bleiben und dem Kampf aufnehmen. Sie kämpft sechs Monate im rauhen Bergland. Am 31. August fällt sie in einem Hinterhalt der Armee am Ufer des Rio Grande. Anfang Oktober wird auch Che Guevara gefangen und hingerichtet.